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Mauritius Reiseführer

Der komplette Reiseführer für Mauritius

Geschichte & Entwicklung

Ursprüngliches Mauritius

Vor der Besiedlung durch die Europäer gab es auf Mauritius keine indigene Bevölkerung. Die Geschichte der Insel ist daher weitestgehend frei von brutalen Auseinandersetzungen, bis zur Einführung der Sklaverei. Dieses historische Ereignis ist entscheidend, um die vorherrschende, friedliche Kultur des Landes und der Menschen dort, voller Toleranz und Akzeptanz, zu verstehen. Die Menschen, die in dieser vielseitigen Migrationsgesellschaft leben, sind davon überzeugt, dass Gleichberechtigung untereinander gelten soll.

Die ersten Menschen auf Mauritius

Aufgrund der fehlenden Überlieferungen zur Zeit der Entdeckung der Insel, lässt sich oft nur vermuten, wann genau bestimmte Ereignisse stattgefunden haben. Es wird erzählt, dass im 10. Jahrhundert zuallererst die Araber auf Mauritius waren und die Insel damals Dina Arobi (die trostlose Insel) nannten. Anschließend sollen malaiische Stämme auf die Insel gekommen sein, jedoch gibt es hierzu keine genaueren Aufzeichnungen.

Die Portugiesen

Nach den Arabern und Malaiin kam 1507 der portugiesische Seemann Domingo Fernandeez Pereira nach Mauritius und taufte das Land auf den Namen Die Schwaneninsel (Ilha Do Cerne). Fünf Jahre danach entdeckte Dom Pedro de Mascarenhas Mauritius und die umliegenden Inseln und vergab der Gruppe den Namen Mascarene. Trotz allem waren die Portugiesen nie wirklich daran interessiert auf den entlegenen Inseln Fuß zu fassen.

Die Holländer

Im Jahre 1598 geriet ein holländisches Expeditionsschiff auf dem Weg zum indischen Subkontinent in ein Unwetter, wodurch einige der Seemänner an der Südostküste von Mauritius landeten. Sie entschlossen sich die Insel nach Prinz Maurits aus dem Hause Nassau zu benennen, der zur damaligen Staatsoberhaupts-Familie gehörte. Seitdem behielt die Insel den Namen Mauritius.

Zuerst besetzten die Holländer die Insel nicht, sondern nutzen sie als willkommenen Zwischenstopp auf ihrer langen Seereise und Versorgungslager für Batavia (heute Java). So fuhren regelmäßig Holländer auf Mauritius und profitierten von den dortigen Rohstoffen, wie Ebenholz und wilden Tieren.

Erst 1638 wurden die ersten Holländer auf Mauritius sesshaft und das auch nur um die Franzosen und Engländer davon abzuhalten die Insel einzunehmen. Mit dem Ziel, den wirtschaftlichen Nutzen der Insel auszubauen und zu verstärken, schafften die Holländer die ersten Sklaven aus Madagaskar auf die Insel. Von nun an waren die Sklaven dafür zuständig Ebenholz zu exportieren, die holländischen Besatzungen zu verpflegen und die Schiffe mit Essen und anderen Erzeugnissen zu beladen. Während dieser Zeit wurden viele Gouverneure ernannt, aber fortwährende Nöte, wie Zyklone, Dürren, Hunger, die Pest und andere Krankheiten, zollten ihren Tribut und führten schlussendlich dazu, dass Mauritius 1710 stillgelegt und abermals herrenlos wurde.

Das Holländische Vermächtnis

  • Vergabe des Ländernamens, als auch der Namen vieler Regionen der Insel.
  • Einfuhr von Zuckerrohrpflanzen aus Java.
  • Einfuhr von Sklaven auf die Insel.
  • Drastisches Verringern der heimischen Vogelart Dodo sowie der dortlebenden Riesenschildkröten, aufgrund von Jagd.
  • Ausbreitung der Pest und konkurrierenden Rassen (Tiere und Pflanzen).

Die Franzosen

Für einige Jahre nachdem die Holländer Mauritius verlassen hatten, blieb die Insel unbesetzt. Erst 1715 beanspruchte Kapitän Guillaume Dufresne D’Arsel die Insel erneut, diesmal für Frankreich und er gab ihr den Namen Île de France. Die eigentliche Entwicklung der Insel begann aber erst später im Jahr 1735, als Gouverneur Mahé de Labourdonnais hier ankam.

Während seiner Amtszeit ließ er Port Louis zum aufstrebenden Haupthafen der Insel umbauen, er baute Straßen, errichtete Infrastruktur und unzählige Gebäude, die teilweise noch heute stehen. Des Weiteren entstanden unter seiner Regierung Plantagen für Tabak, Indigo, Zuckerrohr und Baumwolle und eine sie bewirtschaftende Arbeiterschaft wurde aus Indien eingeschifft.

Aufgrund der strategischen Lage, hielt aber schon bald Großbritannien Ausschau nach der Île de France. 1810 belagerten dann die Briten die Insel. Sie landeten mit einer Flotte aus 70 Schiffen an der Nordküste von Mauritius und brachten 10.000 Truppen mit sich. Über die Jahre hatten sich britische Spione die nötige Länderkunde angeeignet und besaßen bereits detaillierte Karten der Insel. Die Franzosen verfügten gerade einmal über 2.000 Truppen auf der Insel und waren somit Zahlen weit unterlegen und ergaben sich schließlich am 3. Dezember 1810.

Das Französische Vermächtnis

  • Straßen, Gebäude, der Hafen, Infrastruktur
  • Multiethnische Bevölkerung
  • Weitere fremde Tier- und Pflanzenkulturen wurden eingeführt und zerstörten das Ökosystem der Insel ein für allemal.
  • Die französische Sprache wurde eingeführt.

Die Briten

Die Île de France wurde offizell als Teil des Pariser Abkommens in 1815 an Großbritanien übergeben und wieder in Mauritius umbenannt. Die neuen britischen Herrscher erlaubten der französisch-stämmigen Bevölkerung auf Mauritius ihre Sprache, Religion und Rechtssystem beizubehalten.

Viele weitere soziale und wirtschaftliche Veränderungen folgten schnell aufeinander, wovon die wichtigste wohl die Abschaffung der Sklaverei in 1835 war. Ungefähr 70.000 Sklaven, die während der französischen Besetzung von Afrika und Madagaskar aus nach Mauritius verschleppt und versklavt wurden, waren nun endlich frei.

Durch die Sklavenbefreiung kam es jedoch wiederum zur massenhaften Einfuhr von Zwangsarbeitern, hauptsächlich für die Bewirtschaftung der Felder. Die meisten von ihnen kamen aus Indien und einige aus China. Die Arbeitsbedingungen für die Arbeitsverpflichteten, waren indes nicht wesentlich besser, als die der einstigen Sklaven. Dennoch ließen sich viele Inder auf Mauritius dauerhaft nieder und bilden heutzutage sogar die Mehrheit der Bevölkerung auf Mauritius.

Da damals schon so viele Inder auf Mauritius lebten, erlangte das Volk nach einiger Zeit ein größeres Mitspracherecht in länderspezifischen Angelegenheiten. Ihr Kampf um mehr Gehör wurde zudem durch den Besuch des indischen Politikers und spirituellen Leitfigur Mahatma Gandhi im Jahr 1901 unterstützt und vorangebracht. Der Durchbruch gelang aber erst 1959, als das allgemeine Wahlrecht eingeführt wurde und Dr (später Sir) Seewoosagur Ramgoolam ins Amt berufen wurde. Als Gründer der Arbeiterpartei 1936, führte Seewoosagur Ramgoolam den Kampf um die Unabhängigkeit von Großbritannien an, den er schlussendlich 1968 auch gewann.

Das Britische Vermächtnis

  • Erhöhung der indischen Bevölkerung auf Mauritius.
  • Schlussendliche Unabhängigkeit von Mauritius 1968.
  • Allgemeines Wahlrecht
  • Unabhängigkeit 1968

Unabhängigkeit

Mauritius erhielt am 12. März 1968 die Unabhängigkeit und eine Verfassung angelehnt an das System des britischen Parlaments. Es erfolgte zudem die Erklärung von Königin Elizabeth II zur Monarchin des Landes. Das noch junge unabhängige Land erreichte weitere 24 Jahre später, nach viel harter Arbeit und Planung, politische und wirtschaftliche Stabilität und änderte seinen Status am 12. März 1992 in den einer Republik. Das Grundgerüst der Unabhängigkeit sicherte Mauritius den erfolgreichen Einzug in das 21. Jahrhundert.

Mauritius heute

Heute ist Mauritius ein aufstrebendes Land mit einer stabilen Politik, einer beständigen Wirtschaft, die selbst die weltweite Finanzkrise unbeschädigt überstanden hat, diversen friedlich vollzogenen Machtwechseln und nach wie vor regelmäßigen freien Wahlen. Nach der Unabhängigkeit 1968 wies der Inselstaat kaum weitere Ressourcen als Zuckerrohr auf. Seither entwickelte Mauritius eine vielschichtige Wirtschaft, deren Pfeiler der Tourismus, die Textilindustrie, Zucker und das Finanzwesen sind. In den letzten Jahren ragten weitere Segmente der mauritischen Wirtschaft heraus, wie Informations- und Kommunikations-Technologien, Meeresfrüchte-Handel, Hotelgewerbe, Immobiliengeschäfte, Gesundheitswesen, erneuerbare Energien, Bildung und Ausbildung, die allesamt viele Investoren aus dem In- und Ausland anlocken.

Vor allem der Tourismussektor hat über Jahrzehnte einen großen Anteil zum Wohlstand auf der Insel beigetragen. Auch heute noch ist er ein wichtiger Teil der Wirtschaft und unterstützt zudem verschiedene Projekte im Wiederaufbau des natürlichen Lebensraumes Mauritius, sowie in Naturschutz und der Rückgewinnung bedrohter Arten. Es gibt große Anstrengungen den Tourismus auf Mauritius nachhaltig zu gestalten und ihn naturschutzunterstützend einzusetzen, ohne dass das fragile Ökosystem darunter leidet.